Diagnose und Behandlung von Muskelverspannungen

Muskelverspannungen sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wer länger oder wiederholt an Verspannungen der Muskulatur leidet, sollte Rat und Hilfe beim Arzt suchen. Ein Arztbesuch ist erst recht zu empfehlen, wenn starke Schmerzen auftreten und diese zu weiteren Verspannungen, Schonhaltungen und Bewegungseinschränkungen führen. Neben den Bewegungseinschränkungen können auch andere Folgen von Muskelverspannungen auftreten: Ist die Muskulatur ständig angespannt, verschlechtert sich die Durchblutung im betroffenen Bereich und Entzündungen können in der Folge leichter entstehen.

Weil sich die Muskeln bei Schmerzen automatisch anspannen, wird dieser Prozess durch den auftretenden Schmerz aktiv gehalten. Ein Kreislauf aus Schmerzen und Anspannung entsteht, der mehrere Wochen andauern kann. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist es ratsam, rechtzeitig den Arzt aufzusuchen. Dieser kann anhand des Beschwerdebildes und der körperlichen Untersuchung herausfinden, ob es sich um Muskelverspannungen handelt und was dagegen zu tun ist.

Anamnese-Gespräch: Symptome der Muskelverhärtung und eigenes Befinden genau beschreiben

Zu Beginn der Diagnostik führt der Arzt mit dem Patienten ein ausführliches Gespräch. Bereits hier erfährt er wichtige Details, die zur Ursachenfindung und genauen Abklärung der Beschwerden beitragen können.

Dabei wird sich der Arzt – im Idealfall ein Orthopäde – vor allem nach folgenden Punkten erkundigen:

  • Seit wann bestehen die Beschwerden?
  • An welchen Körperstellen sind die Beschwerden besonders ausgeprägt?
  • Haben Sie andere körperliche Symptome?
  • Üben Sie eine überwiegend sitzende Tätigkeit aus, oder arbeiten Sie unter körperlicher (auch einseitiger) Belastung?
  • Treiben Sie regelmäßig Sport?
  • Fühlen Sie sich derzeit gestresst, entmutigt oder empfinden Sie Angst oder Trauer?
  • Hatten Sie einen Unfall oder sind sonstige Verletzungen aufgetreten?
  • Sind Vorerkrankungen wie beispielsweise Arthrose bekannt?

Körperliche Untersuchung: Verhärtete Muskeln und Auffälligkeiten der Körperhaltung

Diagnose und Behandlung von Muskelverspannungen: Arzt macht Untersuchung, um richtige Hilfe und Mittel herauszufinden

Nach dem Gespräch folgt die körperliche Untersuchung. Durch Tasten kann der Arzt herausfinden, ob die Muskeln verspannt sind. Im Vergleich zur umgebenden Muskulatur ist der Bereich verhärtet, reagiert empfindlich auf Druck und ist als Knoten oder Wulst fühlbar. Darüber hinaus beurteilt der Arzt die Körperhaltung im Stehen und Gehen sowie die Beweglichkeit der Wirbelsäule (Beugen des Körpers nach links und nach rechts). Meistens zeigt sich eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Gang wirkt unsicher.

Sind die Schultern hochgezogen, besteht möglicherweise ein Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Muskelgruppen. Durch die zeitgleiche vorgebeugte Körperhaltung werden Verspannungen der Bauch- und Brustmuskulatur hervorgerufen. Da der Kopf in dieser Haltung nach vorn geneigt und der Nacken gespannt ist, entstehen Kopf- und Nackenschmerzen.

Bestehen bei der Diagnose noch Zweifel, kann zusätzlich eine Röntgenuntersuchung zum Ausschluss anderer Ursachen für die Beschwerden durchgeführt werden.

Muskelverspannung: Behandlung

Muskelverspannungen können auf unterschiedliche Weise behandelt werden. Manchen Betroffenen tut Wärme (Wärmflasche, Rotlichtlampe, warmes Bad, Wärmeauflagen) gut, anderen hingegen hilft Kälte (Eisbeutel). Häufig greifen Betroffene auch zu Ibuprofen-haltigen SchmerzgelenAnzeige .

Ergänzend können Wärmeauflagen oder -umschläge aus der Apotheke durch Zufuhr von Tiefenwärme die Durchblutung steigern und die Muskeln entspannen.

Hilfe bei Muskelverspannungen: Schmerzgel mit Ibuprofen

Ein effektives Mittel gegen Verspannungen sind Schmerzgele mit dem Wirkstoff Ibuprofen aus der Apotheke. Ibuprofen ist ein bewährter Schmerzwirkstoff, der sich durch eine gute Verträglichkeit sowie eine schmerzlindernde und gleichzeitig entzündungs-hemmende Wirkung auszeichnet.

Die äußerliche Anwendung hat – im Vergleich zur Einnahme von Schmerztabletten – den Vorteil, dass der Organismus nicht unnötig belastet wird und der Wirkstoff zielgerichtet ins schmerzende Gewebe gelangt.

Wer sich eine schnelle und präzise Schmerzlinderung wünscht, sollte bei der Wahl eines geeigneten Schmerzgels auch auf die Galenik, also die Art der Wirkstoffverarbeitung, achten. Schmerzgele auf Basis der sogenannten Mikrogel-Galenik enthalten Ibuprofen in vollständig gelöster Form, so dass der Wirkstoff schnell durch die Haut bis ins tiefer gelegene Zielgewebe eindringt. Die schmerzlindernde Wirkung tritt auf diese Weise bereits nach kurzer Zeit ein.

Verspannungen lösen: Wärme und mehr

Neben der möglichst raschen Schmerzlinderung spielen bei einer Muskelverspannung auch ergänzende Maßnahmen eine wichtige Rolle. Insbesondere die Zufuhr von Wärme hat sich bewährt, um die Durchblutung anzuregen und auf diese Weise die Muskeln zu entspannen. Moderne Wärmeauflagen und –umschläge aus der Apotheke bieten den Vorteil, dass sie besonders lang anhaltend für Tiefenwärme sorgen – mindestens acht Stunden lang.

Heutzutage sind Wärmeauflagen und -umschläge mit guter Hautverträglichkeit, flexibler Passform und einfacher Handhabung erhältlich. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten. Weitere, ergänzende Mittel bei Muskelverspannungen sind Bäder zur Durchblutungsförderung oder die Bestrahlung mit Rotlicht. Lassen Sie sich hier gegebenenfalls vom Apotheken-Fachpersonal beraten.

Lesen Sie hier die besten Tipps bei Muskelverspannungen und wie Sie Verspannungen vorbeugen können.

Hochdosiertes Magnesium bei Muskelverspannungen

Der Mineralstoff Magnesium spielt für eine normale Muskelfunktion eine wichtige Rolle. Nur wenn dem Organismus ausreichend Magnesium zur Verfügung steht, können die Muskeln richtig arbeiten. Insofern können Anzeichen wie Muskelkrämpfe, Lidflattern oder auch Muskelverspannungen häufig Symptome eines Magnesiummangels sein.

Eine Möglichkeit, das Übel sozusagen an der Wurzel zu packen, ist die Zufuhr von hochdosiertem Magnesium aus Ihrer Apotheke (zum Beispiel als Magnesium-Brausetabletten oder Magnesium-Brausegranulat). Lassen Sie sich dazu von Ihrem Apotheker beraten.

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