Rippenprellung: Eine schmerzhafte Verletzung

Das Risiko einer Rippenprellung (medizinisch: Rippenkontusion) ist vor allem bei Kampfsportarten aber auch bei Eishockey, American Football sowie Kontaktsportarten wie Fußball oder Handball erhöht. Ebenso bei Verkehrs- oder Fahrradunfällen sowie Haushaltsunfällen ist eine Prellung der Rippen nicht ungewöhnlich und meist äußerst schmerzhaft. Ursachen, Symptome, deren Behandlungsmöglichkeiten und wann ein Arztbesuch unumgänglich ist, erfahren Sie hier.

Ursachen, Symptome und mögliche Folgen einer Rippenprellung

Mensch fasst sich an den Brustkorb – eine Rippenprellung verursacht große Schmerzen und häufig Kurzatmigkeit.

Die typischen Ursachen einer Rippenprellung sind ein Sturz oder Schlag beziehungsweise Stoß auf den Brustkorb. Weiches Gewebe, wie Muskulatur oder Unterhautfett, wird gegen die Rippen gedrückt und gequetscht. Dadurch entstehen Gefäßverletzungen, wodurch Blut und Flüssigkeit der Lymphgefäße in das umliegende Gewebe abgegeben werden. Folglich entstehen meist Schwellungen, Hämatome (Blutergüsse), Entzündungen und Rötungen an den betroffenen Stellen. Das Hauptsymptom der Rippenprellung ist jedoch ein starker Schmerz:

  • im Bereich der geprellten Rippen
  • beim Atmen, aber auch Husten, Lachen oder Niesen
  • bei Bewegung und Positionswechsel

Diese Beschwerden verursachen wiederum oft das Einnehmen einer Schonhaltung, die zu muskulären Verspannungen führen kann. Der verstärkte Schmerz beim Atmen zieht zudem meist Kurzatmigkeit mit sich. Dadurch fällt es Betroffenen schwer, Hustenschleim abzutransportieren, was einen idealen Nährboden für Bakterien und Viren bietet und im schlimmsten Fall eine Bronchitis oder sogar eine Lungenentzündung begünstigt.

Achtung!

Die Symptome einer Rippenprellung sind nahezu identisch derer eines Rippenbruchs. Der Besuch eines Arztes gibt darüber Aufschluss, ob die Rippe geprellt oder gebrochen ist.

Die richtige Behandlung geprellter Rippen

Bei einer Rippenkontusion gilt es in erster Linie, die Schmerzen zu behandeln. Dabei können Schmerztabletten als auch schmerzlindernde und entzündungshemmende Schmerzgele mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Arnika eine sinnvolle Maßnahme sein.

Direkt nach dem Unfall sollten Sie die Prellung der Rippen kühlen, zum Beispiel mit Eispackungen oder kalten Umschlägen. Legen Sie diese eingewickelt in einem Tuch auf die Haut – niemals direkt (Gefahr von Erfrierungen). Die Kälte verengt die Blutgefäße, weniger Blut und Lymphe treten aus, Schwellung und Schmerzen gehen zurück. Unterstützen können Sie die Behandlung durch das Einreiben mit Franzbranntwein. Dieser ist in der Apotheke oder Drogerie erhältlich und ganz einfach mehrmals täglich mit den Händen auf die Rippenprellung aufzutragen.

Achten Sie außerdem auf folgende Punkte und Tipps, um die Regeneration der Rippenprellung zu begünstigen:

  • Schonen Sie sich und vermeiden Sie körperliche Belastung wie Sport und schweres Heben. Denn zusätzliche Bewegung regt die Durchblutung der verletzten Gefäße an und fördert so die Entstehung von Schwellungen und Blutergüsse.
  • Schlafen Sie nicht auf der Seite der geprellten Rippe, denn so fällt das richtige Atmen noch schwerer. Auf dem Rücken oder der nicht verletzten Seite – es sollte für Sie eine angenehme Position sein.

Hören Sie auf Ihren Körper und geben Sie dem Heilungsprozess die benötigte Zeit. Anderenfalls riskieren Sie eine Verschlimmerung der Rippenkontusion.

Rippenprellung – wann zum Arzt?

Sie sollten sich in jedem Fall medizinisch untersuchen lassen, wenn folgende Punkte zutreffen:

  • Verdacht auf Knochenbruch
  • sehr starke Schmerzen beziehungsweise Zunahme der Schmerzen
  • sehr großer Bluterguss
  • Kurzatmigkeit

Mithilfe bildgebender Untersuchungen wie zum Beispiel durch eine Röntgenaufnahme oder Ultraschall wird festgestellt, ob eine Rippenprellung oder aber weitere Verletzungen vorliegen. Ist der Bluterguss sehr groß und schmerzhaft, erzielt der Arzt durch eine Punktion des Blutergusses eine Besserung der Symptome. Mit einer Hohlnadel sticht er dabei ein kleines Loch in den Bluterguss und lässt die angestaute Flüssigkeit (Blut und Lymphe) ab, was Druck und Schmerz reduziert. Außerdem ist es möglich, in einer verordneten Atemtherapie bestimmte Techniken und Übungen zu erlernen. So kann eine durch geprellte Rippen verursachte Kurzatmigkeit behandelt werden.

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