Magnesium: Einsatzgebiete

Eine ausreichende Magnesiumzufuhr ist für eine normale Muskelfunktion und vitale Muskeln unverzichtbar. Denn nur wenn ein ausgewogenes Verhältnis von Magnesium und Calcium in den Muskelzellen vorherrscht, ist die Balance zwischen Anspannung und Entspannung der Muskeln gegeben.

Muskelkrämpfe und Wadenkrämpfe*: Magnesium entspannt

Magnesium ist der natürliche Gegenspieler von Calcium, wenn es um die Steuerung der Muskelkontraktion geht. Während Calcium die Anspannung des Muskels aktiviert, sorgt Magnesium für Entspannung, indem es den Einstrom von Calcium in die Muskelzellen reduziert. Muskelkrämpfe sowie andere neuromuskuläre Symptome wie Lidzucken oder Muskelverspannungen sind daher häufig Folge eines Magnesiummangels.

Treten derartige Symptome auf oder wurde ein Magnesiummangel nachgewiesen, eignet sich die Zufuhr von hochdosiertem Magnesium aus Ihrer Apotheke sowohl zur Behandlung als auch langfristig zur Vorbeugung.

*wenn Magnesiummangel die Ursache ist

Magnesiumpräparate aus der Apotheke: Tipps zur richtigen Dosierung

Qualitativ hochwertige Magnesiumpräparate sind in der Apotheke erhältlich. Bei nachgewiesenem Magnesiummangel, der mit Wadenkrämpfen einhergeht, eignet sich für den Therapieeinstieg eine Dosierung von 350 bis 400 mg (zum Beispiel als Magnesium-Brausetabletten). Im weiteren Verlauf der Behandlung kann nach und nach auf ein geringer dosiertes Magnesiumpräparat umgestiegen werden.

Magnesiumpräparate langfristig einnehmen

Gut zu wissen: Unsere Magnesiumspeicher füllen sich nicht über Nacht. Insofern ist die einmalige Einnahme von Magnesium selbst bei hoch dosierten Präparaten nicht ausreichend. Bleiben Sie also am Ball und gleichen Sie Magnesiumdefizite besser langfristig aus!

Ursachen für Magnesiummangel

Magnesium- Mangelerscheinungen können vielfältige Ursachen haben. Zum einen steigt in bestimmten Lebenssituationen, beispielsweise in Wachstumsphasen oder während einer Schwangerschaft, der Magnesiumbedarf an, zum anderen können Ernährungsverhalten und chronische Erkrankungen einen Einfluss auf die Magnesiumversorgung haben.

Einseitige Ernährung (Diäten)

Anwendung von Magnesium bei einseitiger Ernährung

Das Risiko für einen Magnesium-Mangel steigt bei einer unausgewogenen Ernährung. Vor allem bei radikalen Diäten ist ein Magnesiummangel alles andere als selten. Denn dann werden wichtige Magnesiumlieferanten wie zum Beispiel Nüsse durch strikte Ernährungsreduktion häufig zu wenig verzehrt.

Übrigens: Auch bei älteren, pflegebedürftigen Personen ist eine unzureichende Magnesiumversorgung häufig ein Thema. Denn durch eine insgesamt im Alter häufig vorkommende reduzierte Nahrungsaufnahme wird auch zu wenig von essenziellen Nährstoffen, wie Magnesium, zugeführt.

Verstärkte Magnesium-Ausscheidung (zum Beispiel beim Sport)

Magnesium-Anwendung bei Sportlern

Wer intensiv Sport betreibt, gerät schon mal ins Schwitzen. Das Problem: Mit dem Schweiß gehen wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium verloren. Insofern sind Sportler häufig von Magnesiummangel betroffen.

Eine verstärkte Magnesium-Ausscheidung wird zum Beispiel auch durch Fieber oder Durchfall begünstigt. Ebenso begünstigt Alkohol die Magnesium-Ausscheidung über die Niere.

Beeinträchtigte Magnesium-Resorption

Ärzte helfen bei der richtigen Anwendung von Magnesium-Präparaten

Unterschiedliche Faktoren können die Magnesium-Resorption herabsetzen. Dazu zählen zum Beispiel chronische Darmerkrankungen. Aber auch ballaststoffreiche Nahrung oder verschiedene Arzneimittel können die Aufnahme von Magnesium aus dem Darm verringern.

Fragen Sie am besten Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Bestimmte Medikamente

Anwendung von Magnesiumpräparaten

Ein Magnesiummangel kann auch in Verbindung mit bestimmten Medikamenten auftreten. So erhöht sich beispielsweise durch die Einnahme von Abführmitteln die Magnesiumausscheidung. Andere Medikamente wiederum beeinträchtigen die Magnesium-Aufnahme (Resorption) im Körper.

Fragen Sie daher am besten Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Erhöhter Magnesiumbedarf (zum Beispiel in der Schwangerschaft)

Anwendung von Magnesium in der Schwangerschaft

In Schwangerschaft und Stillzeit ist der Magnesiumbedarf erhöht. Dasselbe gilt zum Beispiel bei Stress oder intensiver körperlicher Betätigung. Wer hier den Magnesiumspeicher nicht gezielt auffüllt, muss mit einem Magnesiummangel rechnen.

Diabetes mellitus

Magnesiumverlust durch Diabetes: Arzt misst Blutzucker bei Patienten, um Diabetes auszuschließen

Bei Diabetes mellitus wird vermehrt Magnesium über den Urin ausgeschieden. Eine unzureichende Versorgung mit Magnesium kann die Insulinsensitivität der Zellen verringern. Das heißt, die Körperzellen sprechen nicht mehr so effektiv auf Insulin an und es verbleibt mehr Glucose im Blut zurück.

Betroffene sollten daher frühzeitig mit ihrem behandelnden Arzt über die notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Magnesium-Versorgung sprechen.

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