Ibuprofen: Wirkung des bewährten Arzneistoffs

Je nach Dosierung wirkt es sowohl schmerzstillend (niedrige Dosierungen; freiverkäuflich in der Apotheke), als auch entzündungshemmend (Dosierungen mit mehr als 400 mg Ibuprofen; verschreibungspflichtig).

Ibuprofen hemmt die Bildung von sogenannten Prostaglandinen – dabei handelt es sich um Botenstoffe, die an der Schmerzübertragung und am Entstehen von Entzündungen maßgeblich beteiligt sind.

Aufgrund seiner guten Verträglichkeit und einem bekannten, kalkulierbaren Nebenwirkungsrisiko kann Ibuprofen auch bei Kindern eingesetzt werden. Ibuprofen ist in verschiedenen Ibuprofen Darreichungsformen erhältlich: Tabletten, Kapseln, Schmerzgel, Saft, Zäpfchen etc.

Hintergrund: Wie Schmerz entsteht

Symbolbild zur Wirkung von Ibuprofen am Schmerzort

Schmerzen sind lebenswichtige Warnsignale, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Sie sind eine Art Hilferuf des Körpers und setzen eine Abwehrreaktion in Gang, um uns vor weiteren Schäden oder Überlastung zu schützen. An sich haben Schmerzen also eine Schutzfunktion.

Was viele nicht wissen: Der Schmerzmechanismus ist ein äußerst komplexer Vorgang.

Im verletzten oder entzündeten Gewebe werden Botenstoffe freigesetzt – dazu gehören unter anderem die Prostaglandine. Diese docken an Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren, Schmerzfühler) an, die den Schmerz über verschiedene Nervenfasern an das Rückenmark weiterleiten. Liegt unmittelbare Gefahr vor, folgt ein direkter Reflex (zum Beispiel Zurückziehen der Hand von der heißen Herdplatte).

Anschließend wird der Schmerzimpuls mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Metern pro Sekunde an das Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet. Dort erfolgt auch die Einstufung des Schmerzes zum Beispiel als stark oder schwach, als ziehend oder pochend.

Welche Arten von Schmerz gibt es?

In der Medizin werden drei verschiedene Kategorien oder Formen von Schmerzen unterschieden:

  • Neuropathischer Schmerz (aufgrund von Nervenschädigungen)
  • Nozizeptiver Schmerz
  • Schmerz infolge funktionaler Störungen (Rückenschmerzen, etc.)

Dabei unterscheidet man noch zwischen chronischem und akutem Schmerz, welcher die Dauer beschreibt und zwischen neuropathischem und nozizeptivem Schmerz, der die Art der Schmerzübertragung beziehungsweise Entstehung beschreibt.

Ibuprofen-Wirkung: schmerzfrei dank Prostaglandin-Hemmung

Wenn es um Schmerzen und Entzündungen geht, spielen Prostaglandine eine wesentliche Rolle. Denn Prostaglandine werden am Ort der Verletzung vermehrt ausgeschüttet und leiten die Schmerzübertragung ein. Außerdem sind sie maßgeblich am Aufflammen von Entzündungen beteiligt.

Die Wirkung von Ibuprofen setzt genau hier an: Der bewährte Schmerzwirkstoff hemmt die Produktion von Prostaglandinen und bekämpft somit nicht nur die Schmerzübertragung zum Gehirn, sondern auch den schmerzverstärkenden Entzündungsprozess.

Damit wirkt Ibuprofen nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend. Eine Wirkweise, die gerade bei Rückenschmerzen, Sport- und Unfallverletzungen gefragt ist.

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