Mineralstoff Calcium und Vitamin D3 – Wirkung und Aufgaben

Jeder weiß: Vitamine und Mineralstoffe sind wichtig für unsere Gesundheit. Aber welche Vitamine sind besonders für unsere Knochen und Gelenke wichtig?

Es ist nicht immer einfach, seinen täglichen Bedarf an Calcium und Vitamin D3 zu decken. Um Knochen und Gelenke zu unterstützen, sollte man bei der Ernährung speziell auf die Knochennährstoffe Calcium und Vitamin D3 achten.

Eine gute Versorgung mit Calcium und Vitamin D3 ist in jeder Lebensphase wichtig.

Was ist Calcium?
Was ist Vitamin D3?
Aufgaben von Calcium & Vitamin D3

Calcium und Vitamin D3: Definition

Mann mit Knieschmerzen: mit dem  Mineralstoff Calcium Knochen, Muskeln und Gelenke stärken

Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der für zahlreiche Körperfunktionen eine wichtige Rolle spielt und vor allem wegen seiner Bedeutung für Knochen und Zähne bekannt ist, aber auch bei der Muskelfunktion von Bedeutung ist.

Da Calcium in größeren Mengen aufgenommen werden muss, wird es der Gruppe der Mengenelemente zugeordnet. Vitamin D3 gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und hat im Hinblick auf die Knochengesundheit ebenfalls eine zentrale Bedeutung.

Der Mineralstoff Calcium

Mit einem Körperbestand von rund einem Kilogramm ist Calcium der mengenmäßig bedeutendste Mineralstoff im menschlichen Körper. Der Großteil (99 Prozent) ist in Form von speziellen Calciumverbindungen (zum Beispiel Hydroxylapatit) in Knochen und Zähnen gebunden.

Als wichtige strukturelle Komponente sorgt Calcium so für die Festigkeit dieser Gewebe. Im Blut ist nur ein Prozent des Calciumbestandes enthalten – die Aufrechterhaltung eines gewissen Blut-Calcium-Spiegels ist lebenswichtig.

Knochen dienen als Calciumspeicher

Die Calcium-Vorkommen im Skelett dienen nicht nur als wichtige strukturelle Komponente, sondern werden gleichzeitig auch als körpereigener Calciumspeicher genutzt.

Sinken die Calciumwerte im Blut, wird der Mineralstoff aus dem Knochen herausgelöst. Dieser Prozess wird auch als Demineralisierung bezeichnet und kann langfristig zu Knochenschwund (Osteoporose) führen.

Vitamin D3 – das Sonnenvitamin

Vitamin D zählt zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und umfasst mehrere Verbindungen. Das pflanzliche Vitamin D2 (Ergocalciferol) ist zum Beispiel in Speisepilzen enthalten. Bei Vitamin D3 (Cholecalciferol) handelt es sich um die Form, die in tierischen Lebensmitteln und im menschlichen Körper vorkommt.

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper bei ausreichender Sonneneinwirkung selbst herstellen kann. In Anbetracht dessen, dass Vitamin D nur in wenigen Lebensmitteln (zum Beispiel in Fettfischen wie Makrele oder Hering) enthalten ist, spielt die körpereigene Vitamin D-Produktion eine wichtige Rolle.

Allerdings ist in Deutschland die Sonneneinstrahlung vor allem in den Herbst- und Wintermonaten oftmals nicht ausreichend, um die Vitamin D-Versorgung sicherzustellen.

Vitamin D und Sonne – wie hängt das zusammen?

Die körpereigene Vitamin D-Produktion erfolgt in der Haut. Aus einer Vorstufe (7-Dehydrocalciferol) können unter Einwirkung von Sonnenlicht beträchtliche Vitamin D3-Mengen gebildet werden, die einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung leisten.

Die „Biosynthese“ des Vitamins wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst: So muss zum Beispiel täglich ausreichend Sonnenlicht über ungefähr 30 Minuten (je nach Hauttyp auch kürzer) auf größeren Hautareale (zum Beispiel Gesicht, Arme und Hände) einwirken – diese Voraussetzung ist in unseren Breitengraden insbesondere in der kalten Jahreszeit oftmals nicht erfüllt.

Zudem nimmt die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden, im Verlauf des Lebens ab, sodass gerade bei älteren Menschen ein höheres Risiko für einen Vitamin D-Mangel besteht. Auch die Verwendung von Sonnenschutzmitteln, die zur Vorbeugung von Hautkrebs wichtig ist, kann die Vitamin D-Produktion im Körper beeinträchtigen.

Aufgaben und Wirkung von Calcium & Vitamin D3

Calcium und Vitamin D3 sind lebenswichtige Nährstoffe, die eine herausragende Rolle für den Aufbau und den Stoffwechsel der Knochen spielen.

Darüber hinaus sind sie an zahlreichen weiteren wichtigen Prozessen im Körper (zum Beispiel Muskelfunktion) beteiligt, die eine optimale Versorgung mit diesen Nährstoffen notwendig machen.

Fehlen die beiden Nährstoffe oder sind sie in zu geringen Mengen im Körper vorhanden, kann dies zu Osteoporose oder Rachitis (Knochenkrankheit bei Heranwachsenden, die durch einen Calcium-Phosphat-Mangel ausgelöst wird) führen.

Calcium: Wirkung und Aufgaben

Der Mineralstoff Calcium ist für die Lebensfähigkeit jeder Körperzelle unerlässlich. Eine zentrale Rolle spielt er als Baustoff für Knochen und Zähne: Calciumreiche Verbindungen (zum Beispiel Hydroxylapatit) sind ein zentrales Strukturelement in diesen Geweben und sorgen für die erforderliche Härte und Stabilität.

Da Calcium im Körper an zahlreichen weiteren Prozessen beteiligt ist, muss im Blut immer eine gewisse Calcium-Konzentration zur Verfügung stehen.

Bei einem Mangel greift der Körper daher auf den Knochen als Calciumspeicher zurück – der Mineralstoff wird aus dem Skelett herausgelöst und ins Blut abgegeben. Auf Dauer kann dies zu einem Knochenabbau und zur Entwicklung von Osteoporose (Knochenschwund) führen.

Weitere Aufgaben von Calcium im Körper

Calcium ist an zahlreichen weiteren Prozessen im Körper beteiligt, so zum Beispiel:

  • an der Stabilisierung der Zellmembranen
  • an der Erregbarkeit von Muskeln und Nerven
  • am Energiestoffwechsel
  • an der Zellteilung
  • an der Aktivierung des Blutgerinnungssystems

Vitamin D: Wirkung im Körper

Vitamin D ist alles andere als ein gewöhnliches Vitamin: Die Tatsache, dass Vitamin D das einzige Vitamin ist, dass der Körper mithilfe von Sonnenlicht selbst produzieren kann, hat ihm den Beinamen „Sonnenvitamin“ eingebracht.

Darüber hinaus ist die Wirkung von Vitamin D enorm vielschichtig. Die positiven Effekte auf den Knochenstoffwechsel sind sicherlich am besten bekannt.

Vitamin D und Knochen

Vitamin D wirkt im Hinblick auf die Knochengesundheit als wichtiger Helfer für den Mineralstoff Calcium: Es hat eine zentrale Bedeutung beim Knochenaufbau und bei der Regulierung der Calciumspiegel im Blut.

Vitamin D erhöht zum Beispiel die Calciumaufnahme aus dem Darm und fördert den Einbau von Calcium in den Knochen („Knochen-Mineralisation“). Auf Dauer kann ein Vitamin D-Mangel zu einer Knochenerweichung führen, die bei Kindern als Rachitis und bei Erwachsenen als Osteomalazie bezeichnet wird.

Außerdem gilt ein Vitamin D-Mangel als wichtiger Risikofaktor für Osteoporose und ist offenbar auch an der Entstehung zahlreicher weiterer Erkrankungen (zum Beispiel Infektionskrankheiten) beteiligt. Calcium und Vitamin D3 sorgen somit gemeinsam für stabile und gesunde Knochen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist hierbei Magnesium.