Arnika – die pflanzliche Alternative bei Schwellungen und Entzündungen

Beim Sport tritt einem der Gegner gegen das Schienbein, während des Laufens knickt man um oder macht eine falsche Bewegung – und schon ist es passiert: Prellungen, Zerrungen und Co. sind im Alltag schnell passiert. Und dann? Zur äußeren Anwendung können Betroffene auf pflanzliche Heilkraft vertrauen: Die wichtigsten Fakten rund um die Heilpflanze Arnika – von ihrer Wirkung über Darreichungsformen bis hin zu Anwendungsgebieten – finden Sie nachstehend.

Das Wichtigste zu Arnika auf einen Blick

  • Korbblütler mit einer Höhe von circa 50 Zentimetern
  • leuchtend gelbe bis gelb-orange Blüten
  • heilende Eigenschaften seit dem Mittelalter bekannt
  • abschwellende und entzündungshemmende Wirkung beispielsweise bei stumpfen Verletzungen
  • Darreichungsformen vor allem Gele, Salben und Cremes

Arnika – Heilpflanze mit langer Tradition

Arnika-Pflanze

Die leuchtend gelb blühende Arnika (Arnica montana) zählt zur Familie der Korbblütler, wird circa 50 Zentimeter hoch und ist vorrangig in den Gebirgen Europas beheimatet. Die Geschichte der Arnika als Heilpflanze reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits Hildegard von Bingen erwähnte im zwölften Jahrhundert die Heilpflanze Arnika – allerdings unter dem Namen „Wolfsgelegena“. Damals war die Heilpflanze unter anderem als Allheilmittel bei Entzündungen oder Wunden in Verwendung.

Übrigens: Arnika wurde im Jahr 2001 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt und steht heutzutage unter Naturschutz.

Wirkung und Anwendungsgebiete der Arnika

Schwellungen, Prellungen, Zerrungen – bei solch stumpfen Verletzungen findet Arnika als pflanzliches Mittel Anwendung. Die Inhaltsstoffe der Arnikablüten

  • wirken abschwellend und entzündungshemmend,
  • lindern entzündungsbedingte Schmerzen und
  • beschleunigen die Rückbildung von Blutergüssen.

Die Wirkung ist heute wissenschaftlich bestätigt: Arnika-Tinktur, die äußerlich zur Anwendung kommt (zum Beispiel in Form von Arnika-Creme aus der Apotheke), ist bei Schwellungen und Blutergüssen geeignet.

Arnika: Reich an Wirkstoffen

Das Geheimnis der Arnika liegt in ihrem komplexen Wirkstoff-Gemisch, das sich in ihren Blüten befindet. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen zählen:

  • Sesquiterpenlactone gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Ihnen werden verschiedene Eigenschaften zugeschrieben: Sie sollen wirksam gegen Mikroorganismen (beispielsweise Bakterien) und Entzündungen sein.
  • In die Gruppe der Sesquiterpenlactone fällt beispielsweise Helenalin, das eine entzündungshemmende Wirkung besitzt. Im Fokus der Forschung stehen aktuell auch seine antineoplastischen Aktivitäten (Wirksamkeit gegen Tumoren).
  • Zu den Wirkstoffen in der Arnika zählen außerdem Flavonoide, die ebenfalls den sekundären Pflanzenstoffen angehören und Früchten oder Blüten deren jeweils charakteristische Farbe geben. Neben dieser rein optischen Wirkung haben Flavonoide aber noch weitere positive Eigenschaften: Sie stimulieren das Immunsystem und fangen schädliche Sauerstoffverbindungen im Körper (freie Radikale) ab. So können die zelleigenen Reparaturmechanismen „ungestört“ ihre Arbeit verrichten und Schwellungen, Blutergüsse oder geschädigtes Gewebe abbauen.
  • Die ätherischen Öle aus der Arnikapflanze sind nicht nur angenehm im Geruch, sondern können auch zur Entzündungshemmung eingesetzt werden, zum Beispiel bei rheumatischen Gelenkbeschwerden. Schwellungen klingen dadurch ab und auch eine antiseptische (keimtötend) Wirkung konnte nachgewiesen werden, zum Beispiel bei der Behandlung von Insektenstichen.
  • Bitterstoffe, die auch in Arnika vorkommen, liefern den typisch bitteren Geschmack. Außerdem können sie antientzündlich wirken, indem sie zur Hemmung entzündungsauslösender Botenstoffe (Prostaglandine) beitragen.
  • In Arnika sind ebenfalls Gerbstoffe enthalten; diese sind dann in der Medizin anzutreffen, wenn beispielsweise entzündungshemmende oder blutstillende Effekte angezeigt sind.

Die Wirkstoffe von Arnika sind oft dann gefragt, wenn es um die äußere Behandlung von stumpfen Verletzungen wie Zerrungen geht. Nach dem Anwendungsgebiet richten sich auch die Darreichungsformen – zum Auftragen auf die Haut sind vorrangig Cremes, Salben oder Gele erhältlich. Darüber hinaus gibt es beispielsweise noch Arnika-Tee, der früher bei rheumatischen Beschwerden wie rheumatoider Arthritis zur Anwendung kam.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: Mit doc® Arnika Creme stumpfe Verletzungen behandelnAnzeige >>

Anwendungsgebiete von Arnika >>

Zu den Arnika-Darreichungsformen >>