Diagnose und Behandlung von Osteoporose

Die Diagnose Osteoporose kann ein Arzt auf Grund des Anamnese-Gesprächs und speziellen Untersuchungen stellen. Es gibt gewisse Risikofaktoren, wie beispielsweise bestimmte Diäten, die eine Osteoporose begünstigen, auch dazu wird Sie Ihr Arzt befragen. Oft zeigt sich eine Osteoporose erst, wenn Wirbelkörper brechen, sich die Wirbelsäule nach vorne krümmt und Rückenschmerzen entstehen. Wenn äußerliche Symptome sichtbar werden – wie beispielsweise das Auftreten des „Witwenbuckels“ – ist die Erkrankung schon weit vorangeschritten. Daher ist eine frühzeitige Diagnose elementar, um Osteoporose zu behandeln.

Anamnese zur Diagnose von Osteoporose

Zunächst wird sich Ihr Arzt in einem ausführlichen Gespräch nach Ihren Beschwerden erkundigen und Sie danach körperlich untersuchen. Zur Diagnose von Osteoporosewird er Sie nach typischen Risikofaktoren befragen:

  • Ist Osteoporose in Ihrer Familie bekannt?
  • Haben Sie oft Diät gehalten?
  • Leiden Sie an Laktoseintoleranz?
  • Mussten Sie eine längere Zeit Kortison einnehmen?
  • Leiden Sie an einer entzündlichen Darmerkrankung oder Rheuma?
  • Hatten Sie bereits einen Wirbelbruch?
  • Haben/Hatten Sie Probleme mit der Schilddrüse?
  • Trinken Sie viel Alkohol und/oder rauchen Sie?
  • Haben Sie in jungen Jahren die Pille genommen?
Nach Diagnose Osteoporose versuchen Arzt und Patientin die richtige Behandlung und Therapie zu finden

Je mehr dieser Fragen mit ja beantwortet werden, desto naheliegender ist der Verdacht auf eine Osteoporose. Häufig führt ein Mangel an Vitamin D3 und Calcium dazu, dass die Knochenmasse abgebaut wird.

Vitamin D sorgt mitunter dafür, dass Calcium über den Darm aufgenommen und in den Knochen eingebaut wird. Calcium ist – als wichtiger Bestandteil des Knochengewebes - unter anderem für stabile Knochen notwendig.

Viele der genannten Risikofaktoren, wie beispielsweise die längere Einnahme von Kortison-Tabletten oder aber chronische Krankheiten, führen zum vorzeitigen Knochenschwund. Alkohol und Rauchen senken den natürlichen Vitamin-D-Spiegel. Alkoholkonsum fördert zusätzlich die Calciumausscheidung und raubt dem Knochen damit eine wichtige Substanz. Hält man ständig Diät, fehlen dem Körper möglicherweise die richtigen Mineralien (u.a. Calcium) und Proteine zum Knochenaufbau. Die Einnahme der Antibabypille kann sich bei sehr jungen Frauen negativ auf die Knochendichte auswirken. Außerdem kann eine Schilddrüsenüberfunktion die Knochenmasse erniedrigen.  

Diagnose von Osteoporose: Knochendichtemessung und weitere Untersuchungen

Die Knochendichtemessung, in der Medizin auch als Osteodensitometrie bezeichnet, spielt im Rahmen der Osteoporose-Diagnose eine zentrale Rolle. Die standardisierte Methode ist die kompliziert klingende Dual Energy X-ray Absorptiometry, kurz DEXA. Dabei wird der Mineralgehalt der Knochen an der Lendenwirbelsäule oder der Hüfte gemessen.

Desweiteren können spezielle Tests, Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen und Computertomographie (CT) zur Diagnose einer Osteoporose eingesetzt werden. Durch eine Röntgenaufnahme werden Deformationen der Wirbelsäule sichtbar. Mit Hilfe einer CT-Aufnahme werden Schnittbilder der Wirbelkörper erstellt. Gleichzeitig kann auch hier die Knochendichte bestimmt werden.  

Osteoporose: Behandlungsmöglichkeiten

Die Osteoporose-Behandlung setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Gemäß den Osteoporose-Leitlinien des Dachverbands Osteologie (DVO) zählt eine gute Versorgung mit Calcium und Vitamin D zu den zentralen Basismaßnahmen, um Osteoporose zu behandeln.

Osteoporose behandeln: Calcium und Vitamin D3 gehören zur Basistherapie

Calcium und Vitamin D3 haben wichtige Funktionen im Aufbau und Stoffwechsel der Knochen. Während Calcium als wichtiger Baustoff für das Knochengewebe dient, erhöht Vitamin D zum Beispiel die Calciumaufnahme aus dem Darm und fördert die Einlagerung des Mineralstoffs ins Skelett. Daher ist eine optimale Versorgung mit diesen Nährstoffen eine wichtige Basismaßnahme bei Osteoporose.

In den Leitlinien zur Osteoporose-Behandlung werden folgende Empfehlungen gegeben:

  • Calcium: 1000 mg täglich
  • Vitamin D3: Mindestens 800 I. E., wenn keine tägliche Sonnenlichtexposition von Gesicht und Armen gewährleistet ist. (Hintergrund: Der Körper kann nur bei ausreichender Sonneneinwirkung Vitamin D3 selbst produzieren.)

Zur unterstützenden Behandlung von Osteoporose haben sich ausgewählte Nährstoffpräparate aus der Apotheke bewährt, so zum Beispiel:

  • Calcium-Tabletten (Calcium Brausetabletten mit 500 mg Calcium, 1-2 x täglich)
  • Calcium-D3-Tabletten
  • Calcium-D3-Brausetabletten oder Kautabletten: mit 600 mg Calcium und 400 I.E.* Vitamin D3
  • Calcium-D3-Kautabletten: Entweder mit hoch dosiertem Vitamin D3: 500 mg Calcium und 1000 I.E.* Vitamin D3 oder mit hoch dosiertem Calcium: 1000 mg Calcium und 880 I.E.* Vitamin D3

Zu den wichtigen Maßnahmen der Osteoporose-Behandlung zählt zum Beispiel auch ein spezielles Funktionstraining, das Muskelkraft und Gleichgewicht verbessert. Grundsätzlich sollten eingenommene Medikamente gemeinsam mit dem Arzt auf knochenschädigende Wirkungen überprüft und eine Sturzvorbeugung (zum Beispiel Stolperfallen in der Wohnung entfernen, Gehhilfen) durchgeführt werden.  

Osteoporose behandeln mit speziellen Medikamenten

Bei fortgeschrittener Osteoporose mit hohem Risiko für Knochenbrüche kann auch der Einsatz spezieller Osteoporose-Medikamente erforderlich sein. Der Arzt kann zum Beispiel Wirkstoffe wie Alendronat, Ibandronat oder Risedronat verordnen. Gegebenenfalls kann auch eine Schmerzbehandlung notwendig werden.

*Internationale Einheiten

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