Eine Gelenkschleimhautentzündung (Synovialitis) ist schmerzhaft und sollte behandelt werden

Die Synovialitis (Synonym: Synovitis) ist eine Entzündung der Gelenkinnenschicht. Solch eine Gelenkschleimhautentzündung kann neben einer Überlastung des Gelenks noch weitere Ursachen haben. Unbehandelt sind zusätzlich zur Bildung eines Ergusses erhebliche Knorpelschäden möglich. Was hilft am besten bei einer Synovitis?

Das passiert bei einer Synovitis

Mann im Sportstudio hält sein Knie vor Schmerzen – eine Synovialitis könnte der Grund sein.

Eine Entzündung (Inflammation) ist eine Reaktion des Körpers auf schädliche Reize. Entzündungsreaktionen werden durch das Immunsystem ausgelöst und dienen dazu, eingedrungene Fremdstoffe oder Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze zu entfernen.

Bei einer Synovialitis entsteht eine Entzündungsreaktion an der Innenschicht der Gelenkkapsel (Synovialmembran). Die dort liegende Schleimhaut schwillt an, sondert vermehrt Flüssigkeit ab und ein Gelenkerguss entsteht. Dieser führt durch Anschwellen im Gelenk zu einem Spannungsgefühl und Bewegungseinschränkungen.

Wo liegt die Gelenkschleimhaut?

Alle Gelenke werden von einer Schutzhülle, der Kapsel umgeben. An der Innenseite liegt die Gelenkschleimhaut (Membrana synovialis). Sie gibt einen speziellen Schleim (Synovia) ab und sorgt damit für eine reibungsfreie Bewegung des Gelenks. Zusätzlich ist sie zuständig für die Nährstoffversorgung des Knorpels. Da sich eine große Anzahl an Nervenfasern in der Gelenkschleimhaut befindet, liegt in diesem Bereich eine hohe Schmerzempfindlichkeit vor.

Die Gelenkschleimhautentzündung geht mit einer erhöhten Durchblutung und weiteren Symptomen einher. Die klassischen Entzündungszeichen können bei einer Synovialitis auftreten:

  • Rötung („rubor“)
  • Schwellung („tumor“)
  • Schmerzen („dolor“)
  • Überwärmung („calor“)
  • eingeschränkte Funktion („functio laesa“)

Ausgelöst werden diese Beschwerden durch sogenannte Entzündungsstoffe. Ein Beispiel hierfür sind Prostaglandine, welche die Entstehung von Schmerzen und Entzündungen fördern.

Schon gewusst?

Manche Schmerzmittel setzen bei der Produktion von Prostaglandinen an und hemmen diese. Eine Folge ist eine verringerte Schmerzvermittlung und Entzündungsreaktion.

Die Ursache einer Synovialitis ist häufig Überlastung

Eine Synovitis entwickeln hauptsächlich Menschen, die Gelenke (zum Beispiel das Knie) überlasten. Berufsgruppen wie Fliesenleger, aber auch Hochleistungssportler, können eine Gelenkschleimhautentzündung bekommen. Andere mögliche Ursachen, welche die Innenhaut der Gelenkkapsel schädigen, sind:

  • degenerative (abbauende) sowie entzündliche Erkrankungen
  • Unfälle
  • Operationen

Ein häufiger Auslöser der Synovialitis ist die rheumatoide Arthritis. Bei der entzündlichen Erkrankung richtet sich das eigene Immunsystem gegen die Gelenkinnenhaut (Autoimmunerkrankung) und löst eine Entzündung aus. Ebenso können Krankheitserreger (Bakterien, Viren oder Pilze) zum Beispiel während Operationen in das Gelenk gelangen und zu einer Gelenkschleimhautentzündung führen. Dies kann über eine Punktion des Ergusses und die Analyse der Gelenksflüssigkeit festgestellt werden.

Eine Gelenkschleimhautentzündung richtig behandeln

In erster Linie wird das mit einer Synovitis betroffene Gelenk ruhiggestellt und gekühlt. Dadurch soll eine Abschwellung und eine Verbesserung der Schmerzen herbeigeführt werden. Auch Medikamente zur Schmerzlinderung sind wichtig. Das doc® Schmerzgel verbessert die Beschwerden, ist entzündungshemmend und hilft bei Schwellungen.

Lassen die Symptome nicht nach, ist eine Entnahme der Flüssigkeit eine Möglichkeit, um das Spannungsgefühl zu lindern. Sind Erreger die Ursache der Gelenkschleimhautentzündung, wird eine Antibiotikabehandlung und eventuell eine Spülung des Gelenkinnenraums durchgeführt. In ganz seltenen Fällen, wenn die Entzündung trotz Behandlung nicht verheilt, muss die Synovialmembran (Gelenkinnenhaut) entfernt werden. Bleibt eine Synovialitis unbehandelt, ist ein Knorpelschaden eine mögliche Folge – hierbei sind kompliziertere Behandlungsmaßnahmen notwendig, weswegen es nicht soweit kommen sollte.

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