Alltagstipps bei rheumatoider Arthritis

Für viele Patienten ist die Diagnose rheumatoide Arthritis mit vielen Fragen verbunden. Diese beziehen sich häufig auf die alltäglichen Situationen am Arbeitsplatz, zu Hause oder in der Freizeit.

Typische Fragen sind zum Beispiel:

  • Muss ich bei meiner Ernährung auf etwas achten?
  • Wie kann ich meine Hausarbeit trotz Fortschreiten der Erkrankung erledigen?
  • Ich bewege mich gerne – darf ich jetzt überhaupt noch Sport machen?

Ernährungstipps bei rheumatoider Arthritis

Wie bei anderen chronischen Erkrankungen auch, zum Beispiel Diabetes mellitus oder chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten, spielt die Ernährung auch bei rheumatoider Arthritis eine große Rolle. Eine ausgewogene und gelenkgesunde Ernährung trägt dazu bei, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Obst und Gemüse, viel Fisch, wenig rotes Fleisch, wertvolles Vitamin E aus Pflanzenölen – schon ein paar kluge Veränderungen im Speiseplan kommen unseren Gelenken zugute.

Der Abbau von Übergewicht gilt bei Arthrose (vor allem Knie-Arthrose) und weiteren Gelenkerkrankungen als grundlegende Maßnahme. Denn jedes Kilo zu viel auf den Hüften belastet auch unsere Gelenke.

Folgende Faktoren sind wichtig für die Ernährung bei rheumatoider Arthritis:

Ernährungstagebuch: Dem Übel auf der Spur

Tipps bei rheumatoider Arthritis: mit einem Ernährungstagebuch kann Übergewicht vorgebeugt werden

Mindestens zweimal am Tag ein Latte Macchiato? Nach dem Essen eine Hand voll Gummibärchen? Oder das große Glas Cola zum Wachwerden zwischendurch?

Um den Ursachen für Übergewicht auf die Spur zu kommen, ist es hilfreich, ein Ernährungstagebuch zu führen. So kommt schnell Licht ins Dunkel: Wo liegen die ganz persönlichen „Schokoladenseiten“? Das Ernährungstagebuch kann dann auch Basis einer professionell betreuten Ernährungsumstellung sein.

Langfristige Ernährungsumstellung statt knallharte Null-Diät

Langfristige Ernährungsumstellung mit Obst und Gemüse hilft bei Arthritis

Egal ob FDH oder Nulldiät – radikale Formen der Kalorienreduzierung sind meist nicht von langfristigem Erfolg gekrönt. Denn der Jojo-Effekt ist praktisch vorprogrammiert. Außerdem wird der Körper häufig nur unzureichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt (gerade Vitamin E ist für die Gelenke wichtig!).

Insofern ist eine langfristige Ernährungsumstellung deutlich von Vorteil. Experten raten dabei, vor allem auf Lebensmittel mit niedriger Energiedichte zurückzugreifen (z. B. Obst, Gemüse, bestimmte Fischsorten).

Ran an den Herd: Selbst ist der Koch

Tipps bei Rheuma: selber kochen mit kalorienarmen Lebensmitteln für eine gesunde Ernährung

Na klar: Manchmal muss es einfach schnell gehen! Aber jeden Tag Fast Food muss wirklich nicht sein. Besser ist es, häufiger selbst den Kochlöffel zu schwingen.

So kann man auch den Kaloriengehalt von Lebensmitteln gut im Blick behalten und sich vor bösen Überraschungen auf der Waage schützen. Achten Sie übrigens auch auf die Getränke: Denn Cola, Saft und Co. können echte Kalorienbomben sein.

Tabus und Verbote: Kleine Sünden besser zulassen

Gummibärchen und Schokolade trotz rheumatoider Arthritis: Frau genießt und nascht bewusst ein Stück Kuchen

Nie mehr Schokolade? Kein Stück Kuchen mehr? Solche radikalen Verbote sind alles andere als zielführend. Denn früher oder später kommt der gefürchtete Heißhunger und dann muss schnell die ganze Tafel Schokolade dran glauben!

Besser: Gestatten Sie sich kleine Leckereien, aber versuchen Sie, diese ganz bewusst zu genießen.

Beim Fleisch: Besser weiß statt rot!

Vermeiden von rotem Fleisch bei Rheuma: bei Gelenkentzündungen weißes Fleisch und Geflügel vorziehen

Schweineleber, Schweinefleisch, Rindfleisch – sie alle enthalten Arachidonsäure, die für unsere „Gelenke“ wahres Gift ist. Denn Arachidonsäure ist an der Entstehung von Entzündungen maßgeblich beteiligt. Wenn schon Fleisch, dann sollte besser Geflügel häufiger auf den Tisch kommen. Auch Wild ist ab und an in Ordnung.

2 Mal pro Woche Fisch auf den Tisch

Fisch hemmt die Entzündung bei Rheuma und Arthritis dank wichtiger Omega-3-Fettsäuren in Lachs und Makrele

Fisch enthält nicht nur lebenswichtiges Jod, Selen und Vitamin D, bestimmte Fischsorten sind auch reich an Omega-3-Fettsäuren. Im Gegensatz zu Arachidonsäure (in fettreichem Fleisch) hemmen diese Fettsäuren den Entzündungsprozess. Die Empfehlung in puncto Ernährung bei Rheuma, Arthrose und Co. lautet daher: Zwei Mal pro Woche Fisch auf den Tisch.




Tipp: Vor allem Makrele und Lachs sind reich an Omega-3-Fettsäuren.



Wichtig bei Rheuma: Calcium & Kalium

Ernährung bei Rheuma und Arthrose: den erhöhten Bedarf an Calcium durch Milchprodukte und Käse decken

Bei Rheuma wird häufig Cortison verschrieben. Da die Einnahme von Cortison die Ausscheidung von Calcium und Kalium erhöht, muss bei diesen Mineralstoffen für entsprechenden Nachschub gesorgt werden!

Zu den wichtigsten Calciumlieferanten zählen Milch- und Milchprodukte, reich an Kalium sind zum Beispiel Bananen, Kartoffeln oder auch Sojabohnen.

Öl für unsere Gelenke: Radikalfänger Vitamin E

Tipps bei rheumatoider Arthritis: pflanzliche Öle wie Sonnenblumenöl enthalten viel Vitamin E zur Vorbeugung von Arthrose

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge weisen Arthrose-Patienten häufig einen zu niedrigen Vitamin-E-Spiegel in der Gelenkflüssigkeit auf. Wer vorbeugen will, ist mit pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumenöl oder Weizenkeimöl gut beraten. Diese sind besonders reich an Vitamin E, das in pflanzlicher Form vom Körper besonders gut verwertbar ist.

Entzündungshemmer Vitamin E

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Entzündete Gelenke benötigen besonders viel Vitamin E. Denn Vitamin E beseitigt freie Radikale, die bei Entzündungen vermehrt freigesetzt werden und schützt die Gelenke vor weiterer Zerstörung.

Darüber hinaus kann hoch dosiertes Vitamin E auch die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen bremsen. Eben diese Botenstoffe sind es, die auch für die Entstehung von Schmerzreizen verantwortlich sind.

Fazit: Vitamin E kann schmerzlindernd wirken!

Tipp: Optovit® fortissimum 500-Anzeige- enthält Vitamin E aus natürlichen Pflanzenölen und ist damit für den Körper besonders gut verwertbar.

Tipps rund um die Behandlung

Der Patient selbst hat großen Einfluss auf den Behandlungserfolg bei rheumatoider Arthritis. Nicht nur die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, auch andere Bereiche sind vom Betroffenen beeinflussbar.

Behandlungsbausteine raffiniert kombinieren

Gemüsefahrrad als Symbol für Bewegung, Ernährung und Medikamente als wichtige Therapiebausteine zur Behandlung von Gelenkerkrankungen

Bei Arthrose und weiteren Gelenkkrankheiten kommen in der Regel mehrere Therapiebausteine zum Einsatz. Medikamente, Bewegung, Ernährung – die verschiedenen Behandlungsmaßnahmen greifen ineinander.

Wichtig ist die aktive Mitarbeit des Patienten: Wer seinen Alltag gelenkfreundlich gestaltet, kann viel für seine Gelenke tun.

Weg mit dem Speck

Übergewicht belastet die Gelenke und begünstigt Arthritis - Ernährungsumstellung und Bewegung können Bauchumfang reduzieren

Der Abbau von Übergewicht kann offenbar den Verlauf von Gelenkerkrankungen wie Arthrose positiv beeinflussen. Kein Wunder, schließlich muss jedes Kilo zu viel auf den Hüften auch von unseren Gelenken gestemmt werden. Statt einer Radikaldiät empfiehlt sich allerdings eine langfristige Ernährungsumstellung und viel Bewegung.

Wie Sie sich ausgewogen ernähren, lesen Sie im Bereich Arthrose Vorbeugen.

Schmerzlinderung bei Gelenk- und Muskelschmerzen: doc® Therma Wärme-Auflage

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Wenn kein akuter Entzündungsschub („aktivierte Arthrose“) vorliegt, wird der Einsatz von Wärme bei Gelenkschmerzen häufig als angenehm empfunden. doc® Therma kann dann eine echte Wohltat sein! Denn die Wärme-Auflage spendet mindestens acht Stunden kontinuierlich Tiefenwärme und lindert Gelenkschmerzen.

Der Vorteil: Die Pads erwärmen sich durch eine chemische Reaktion in den Wärmekissen von selbst. Die Haut kommt daher mit keinen Wirkstoffen in Kontakt, wie es zum Beispiel bei Wärmesalben oder Capsaicin-Pflastern der Fall ist. Zudem müssen die modernen Wärme-Auflagen nicht großflächig aufgeklebt werden. Das positive Fazit: Hautirritationen sind so gut wie ausgeschlossen.

Wichtiger Hinweis: Bei akuten Entzündungen wird Kälte angewendet, um Schwellungen und Schmerzen zu lindern.

Gut zu wissen: doc® Therma-Anzeige- gibt es auch als Wärme-Umschlag bei Rückenschmerzen.

Massagen

Massage der Hände und Gelenke fördert die Durchblutung und Beweglichkeit zur Behandlung von rheumatoider Arthritis

Eine klassische Massage kann die Durchblutung anregen und auf diese Weise auch die Beweglichkeit fördern. Wichtig ist, dass die Behandlung von einem Profi durchgeführt wird. Informieren Sie ihn vorab über Ihre Beschwerden.

Achtung: In seltenen Fällen ist es möglich, dass eine Arthrose durch eine Massage wieder aktiviert wird.

Alternative Verfahren bei Gelenkerkrankungen

Tipps zur Behandlung von rheumatoider Arthritis: alternative Verfahren wie Akupunktur als begleitende Therapie

Als begleitende Therapie können unterschiedliche alternative Verfahren zum Einsatz kommen. Eine Untersuchung der Berliner Charité belegte zum Beispiel positive Effekte durch den Einsatz von Akupunktur bei arthrosebedingten chronischen Knieschmerzen. Weitere alternative Verfahren sind zum Beispiel die Blutegel-Therapie, Schröpfen oder auch Osteopathie.

Flache Schuhe statt Pumps

Die Gelenke schonen und Rheuma vorbeugen mit flachen Schuhen anstatt Pumps und High Heels

Wenn wir auf Stilettos umherstöckeln, mag das zwar schick aussehen, unsere Gelenke aber finden diese Art der Schuhmode alles andere als „wow“. Um den Gelenken etwas Gutes zu tun, sollten die High Heels also häufiger gegen flache Schuhe ausgetauscht werden – die sind übrigens auch viel bequemer!

Physiotherapie

Tipps bei Kniegelenksarthrose: Seniorin bekommt Physiotherapie, um Beweglichkeit ihrer Gelenke zu erhalten

Die Physiotherapie spielt zum Beispiel bei der Kniegelenksarthrose eine zentrale Rolle. Sie dient dazu, die Beweglichkeit des Gelenkes zu erhalten und einen Muskelabbau zu vermeiden. Im Rahmen der Behandlung können spezielle Bewegungsübungen, Kälte-Therapie, Massagen, Elektrotherapie oder Ultraschallanwendungen zum Einsatz kommen.

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