Rheumatoide Arthritis: Diagnose & Behandlung

Rheumatoide Arthritis (umgangssprachlich auch Rheuma genannt) kann einzelne oder mehrere Gelenke (Polyarthritis) oder auch andere Organe betreffen. Gehen Gelenkschmerzen mit Symptomen wie Schwellung, Rötung oder Morgensteifigkeit einher, liegt der Verdacht einer Arthritis nahe. Um die Diagnose Arthritis zu stellen, vergewissert sich der Arzt durch verschiedene klinische Untersuchungen.

Bei langanhaltenden Gelenkschmerzen in mehr als zwei Gelenken sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache herauszufinden. Je früher Rheuma behandelt wird, desto besser. Erfahrungen zeigen, dass die Gelenkzerstörung innerhalb der ersten zwei Jahre der Erkrankung am stärksten voranschreitet. Daher sind die Erfolgsaussichten einer Behandlung in diesem Zeitraum am größten. Ihr Arzt wird sich zunächst genau nach den vorliegenden Symptomen erkundigen und danach eine körperliche Untersuchung vornehmen.

Übersicht:

Rheumatoide Arthritis: Diagnose mittels Anamnese

Fragen, die der Arzt bei der Anamnese stellt, sind beispielsweise:

  • Sind bereits andere Familienmitglieder an Rheuma erkrankt?
  • Seit wann bestehen die Gelenkschwellungen?
  • Welche Gelenke sind betroffen? Wandert die Erkrankung weiter (von Gelenk zu Gelenk)?
  • Schreiten die Beschwerden schnell oder langsam voran?
  • Haben Wärme, Kälte, Bewegungen einen Einfluss auf die Schmerzen?
  • Ändern sich die Schmerzen während des Tages (Nacht-, Morgen-, Dauerschmerz)?
  • Lagen zu Beginn der Erkrankung eine Infektion, Durchfall oder andere Erkrankungen vor?
  • Treten noch andere Symptome auf (Kopfschmerzen, Fieber)?

Kriterien zur Diagnose rheumatoider Arthritis

Um die Beschwerden genauer beurteilen zu können, orientiert sich der Arzt meist an sieben Kriterien (durch die American College of Rheumatology definiert), mit deren Hilfe die Diagnose rheumatoide Arthritis gestellt werden kann:

  1.   Morgensteifigkeit von mindestens 60 Minuten Dauer

  2.   Schwellung der Gelenke an mindestens drei verschiedenen Bereichen

  3.   Arthritis der Hand- und/oder Fingergelenke

  4.   Symmetrischer Befall derselben Gelenke beider Körperhälften

  5.   Vorliegen von sogenannten Rheumaknoten (erbsen- bis golfballgroß, bevorzugt an        beanspruchten Gelenken wie beispielsweise Ellenbogen)

  6.   Positiver Rheumafaktor und/oder ACPA (beides spezielle Antikörper) im Blut

  7.   Gelenknahe Osteoporose

Weitere Untersuchungsverfahren zur Absicherung der Diagnose rheumatoider Arthritis

Arzt diagnostiziert rheumatoide Arthritis, um die richtige Behandlung für die Gelenkschwellung zu finden

Liegt anhand der genannten Kriterien der Verdacht auf Rheuma nahe, können weitere Untersuchungsverfahren zur Absicherung der Diagnose herangezogen werden. Dazu zählen mitunter eine Röntgenaufnahme oder weitere bildgebende Verfahren (beispielsweise Ultraschall).

Das Problem bei Röntgenaufnahmen ist, dass diese im Frühstadium der Erkrankung keine Auffälligkeiten zeigen. Erst im fortgeschrittenen Verlauf sind typische Veränderungen der Knochen sichtbar. Häufig zu beobachten sind Knochendefekte der Gelenkflächen, gelenknahe Osteoporose und Gelenkfehlstellungen.

Mittels einer Ultraschalluntersuchung(Sonographie) kann der Arzt die entzündlichen Veränderungen der Gelenke genauer beurteilen. Andere bildgebende Verfahren, wie die Magnetresonanztomografie (MRT) und die Szintigrafie, können bei speziellen Fragstellungen ebenfalls hilfreich sein.

Sobald die Diagnose gesichert ist, gilt es umgehend, eine gezielte Rheuma-Therapie einzuleiten.

Arthritis-Behandlung: Maßnahmen zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung

Bei der Behandlung geht es primär um die Verlangsamung des Krankheitsprozesses und die gezielte Linderung der Schmerzen. Medikamente, Physiotherapie, Ernährung – die einzelnen Therapiebausteine greifen unmittelbar ineinander.

Da bei entzündlichen Gelenkprozessen häufig zu wenig Vitamin E zur Verfügung steht, kann ergänzend auch die Zufuhr von hochdosiertem Vitamin E natürlichen Ursprungs hilfreich sein. Auch die gezielte Zufuhr von Wärme schafft in bestimmten Krankheitsstadien häufig Erleichterung.

Rheumatoide Arthritis: Behandlung mit Medikamenten

Medikamente bei einer rheumatoiden Arthritis werden jeweils mit einer individuellen Zielsetzung verordnet. Medikamente zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie spezielle Arthritis-Medikamente, die den Krankheitsprozess positiv beeinflussen können. Grundsätzlich sollten mit dem Arzt Risiken und Nebenwirkungen vorab genau besprochen werden.

Die wichtigsten Medikamente im Überblick:

ZielsetzungArthritis-Medikamente
Schmerztherapie mit leicht entzündungshemmendem EffektNichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
Schnelle antientzündliche EffekteKortikosteroide (wichtig: Gleichzeitige Osteoporose-Prophylaxe mit Vitamin D und Calcium)
Verhinderung des Fortschreitens der Erkrankung und des Aufflammens der EntzündungnBasistherapeutika (zum Beispiel Methotrexat, Leflunomid); regelmäßige Kontrolle der Blutwerte empfohlen
Entzündungshemmung, Hemmung gewisser ImmunprozesseBiologicals (meist in Kombination mit Basistherapeutika, wenn diese alleine keinen ausreichenden Erfolg bringen).

Hochdosiertes Vitamin E als Therapieergänzung bei Gelenkbeschwerden aufgrund eines Vitamin-E-Mangels

Was viele nicht wissen: Bei entzündlichen Gelenkprozessen wird vermehrt Vitamin E im Gelenk verbraucht. Dementsprechend häufig liegt bei Erkrankungen wie aktivierter Arthrose oder Rheuma ein Vitamin E Mangel vor. Damit fehlt es an einem wirksamen Fänger von freien Radikalen, die bei entzündlichen Gelenkerkrankungen vermehrt gebildet werden. Um diesen Vitamin-E-Mangel auszugleichen wird eine Dosis von 500 I.E. (Internationalen Einheiten) pro Tag empfohlen.

Tipp: Kapseln mit hochdosiertem Vitamin E pflanzlicher Herkunft, das vom Körper optimal verwertet werden kann, sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und eignen sich als natürliche Ergänzung der Therapie.

Dabei wirkt Vitamin E gleich mehrfach: Es schützt den Gelenkknorpel vor Zerstörung und trägt zur Schmerzlinderung bei, indem es die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen bremst, die Schmerzreize hervorrufen können.

Untersuchungen haben sogar gezeigt, dass die regelmäßige Einnahme von Vitamin E die Schmerzintensität lindern und damit auch die benötigte Dosis an Schmerzmitteln reduzieren kann.Vorteil: Mögliche Nebenwirkungen, die mit der Gabe von Schmerzmitteln verbunden sind, lassen sich auf diese Weise eingrenzen.

Erfahren Sie hier mehr über das Gelenkvitamin Vitamin E.

Hilfe bei rheumatoider Arthritis: Bewegung, Wärme und mehr

Ergänzend zur medikamentösen Behandlung von einer rheumatoiden Arthritis spielt eine regelmäßig durchgeführte Physiotherapie eine wichtige Rolle. Das Spektrum reicht von aktiv ausgeführten Bewegungen über Maßnahmen zur Lockerung der Muskulatur bis hin zur passiven Bewegung der Gelenke. Ziel ist der Erhalt der Beweglichkeit und die Schmerzlinderung.

Eine ganz zentrale Rolle nehmen auch Kälte- und Wärmeanwendungen ein, die je nach Krankheitsstadium durchgeführt werden. Während Kälte vor allem bei akuten Entzündungsschüben Erleichterung verschafft, kann Wärme im nicht-akuten Stadium die Gelenkschmerzen lindern.

Gut zu wissen: Moderne Wärme-AuflagenAnzeige aus der Apotheke spenden mindestens 8 Stunden wohltuende Tiefenwärme und können dank einer einfachen und schnellen Handhabung problemlos im Alltag eingesetzt werden. Achten Sie bei der Auswahl möglichst auf eine gute Hautverträglichkeit.

Weitere Maßnahmen zur Arthritis-Behandlung: Therapien & Schulungen

Weitere Maßnahmen, die im Rahmen einer Rheuma-Therapie eingesetzt werden können, sind:

  • Ergotherapie (zum Beispiel Übung alltäglicher Bewegungsabläufe)
  • Einsatz von speziellen Hilfsmitteln (zum Beispiel zum Öffnen einer Flasche)
  • Badetherapie
  • Physiotherapie
  • Ernährungsschulung
  • Patientenschulung

Hier finden Sie die besten Tipps gegen Arthritis.

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